Rezension: Hubert Reeves – Wo ist das Weltall zu Ende?

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Originaltitel: L’Univers expliqué à mes petits-enfants

Autor: Hubert Reeves

Verlag: H.C.Beck

ISBN: 978-3-406-63021-7

Preis: 14,95 €

 

 

Bewertung: 4 von 5 Sternen

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Ein Buch das wirklich zu fesseln versteht.
Hubert Reeves ist kanadischer Atom- und Astrophysiker mit vielen Auszeichnungen und Ehrentiteln. Er hat zahlreiche populärwissenschaftliche Bücher geschrieben, wie auch dieses vorliegende Bändchen. Im Dialog mit einer seiner Enkelinnen erklärt er darin sämtliche Fragen, die uns zu unserem Universum, dem Ursprung und der  Grundlage unseres irdischen Lebens in den Sinn kommen könnten. Wie und wann ist das Universum entstanden? Was war vorher da? Sind wir allein im Universum? Gibt es auch Leben auf anderen Planeten? Woraus bestehen die Sterne und woher weiß man das? Warum ist ein Blick ins Universum ein Blick in die Vergangenheit? Die Geschichte des Universums, aber auch die Geschichten seiner Erforschung und seine Erforscher werden hier anschaulich erzählt. Gedacht ist das Buch laut Autor für ca.15jährige Teenager, doch jeder interessierte Erwachsene wird angetan sein von den keineswegs simplen, aber einfach nachzuvollziehenden Erklärungen.

Den letzten Satz des Vorwortes bestätigt schon der ansprechenden Einband des fest gebundenen kleinen Buches: „Es wird hier von Naturwissenschaft die Rede sein, was aber die Poesie nicht ausschließt.“ Großvater und Enkelin schauen gemeinsam in den tiefblauen sternenübersäten Nachthimmel. Ich kann mir niemanden vorstellen, der sich der Faszination, die sich beim Blick in unser Universum einstellt, entziehen kann. Wer fühlt nicht beim Lesen von Überschriften wie „Wir sind Sternenstaub“ oder „Dunkle Energie und die Zukunft des Universums“ einen wohligen Schauer? Sicherlich ist das vorliegende Buch nicht zur Weiterbildung für den diplomierten Astrophysiker oder für den vorgebildeten Leser von Fachzeitschriften gedacht. Aber auch für erwachsene Laien sind die physikalischen Vorgänge und Gegebenheiten unseres großen Zuhauses nicht ohne Weiteres leicht verstehbar, und schon gar nicht leicht ist es, eventuell vorhandenes eigenes Wissen für „Nichteingeweihte“ verständlich darzustellen. Immer wieder findet der Autor passende Vergleiche aus dem alltäglichen Menschenleben, die zum Aha-Erlebnis führen. Ich war zunächst skeptisch, inwieweit ein Buch, dessen zwar sehr hübscher Einband doch eher nach Kinderbuch aussieht, einen Teenager im angesprochenen Alter dazu bewegen könnte, einen Blick hineinzuwerfen und meine Skepsis hat sich zunächst als berechtigt erwiesen… Doch als ich erwähnte, ich „müsse“ eine Rezension darüber schreiben und meinen Sohn fragte, ob der Herr sich dazu herablassen könne, sich das Buch zu Testzwecken vorlesen zu lassen, bekam ich zunächst ein gähnendes, aber gnädiges „Na, gut“, welches sich aber schnell zu „Krass!“, „Echt?“ und „Boah!“ wandelte, und fast immer konnte ich auf interessiertes Nachfragen antworten: „Sekunde, genau darum geht es im nächsten Kapitel!“

Also, wer Spaß daran hat, seine Gedanken hin und wieder um das Woher und Wohin unserer persönlichen Existenz und des ganzen Drumherums schweifen zu lassen, ohne vorher Fachliteratur zu wälzen, dem kann ich „Wo ist das Weltall zu Ende“, ein Buch durchaus nicht nur für Kinder und Teenager, sondern auch für Erwachsene, unbedingt empfehlen und ende hier mit einem Satz von Hubert Reeves: „Das Universum ist all das. Alles, alles, alles“.

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Rating: 5.0/5 (1 vote cast)
Rezension: Hubert Reeves - Wo ist das Weltall zu Ende?, 5.0 out of 5 based on 1 rating

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