In drei Schritten gegen die Schreibblockade

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Spät, aber zum Glück noch nicht zu spät bin ich auf die aktuelle Blogparade gegen die Schreibblockade im Blog PR-Doktor von Dr. Kerstin Hoffmann aufmerksam geworden. In der Blogparade kommen mehr als 50 Autoren zu Wort und berichten von ihren Erfahrungen mit Schreibblockaden und ihren Strategien, um diese zu überwinden.

Die Aktion trifft voll ins Schwarze. Jeder, der mit dem Schreiben von Texten, Büchern oder anderen kreativen Inhalten seine Brötchen verdient, steht irgendwann an einem Punkt, wo ihn ein leeres Dokument auf dem Bildschirm beinahe zur Verzweiflung treibt. Als freier Autor schreibe ich regelmäßig für verschiedene Blogs und Newsportale und kenne das Gefühl nur zu gut. Deshalb möchte die Gelegenheit nutzen, und in diesem Blogbeitrag meine Erfahrungen mit Schreibblockaden schildern.

Die Crux mit dem ersten Satz

Leerer Bildschirm und im Kopf schwirren die Gedanken, die sich partout nicht in die richtige Reihenfolge bringen lassen wollen. Bereits der erste Satz gerät zur scheinbar unüberwindlichen Hürde, denn er will einfach nicht perfekt werden.

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Bildquelle: Marvin Siefke / pixelio.de

Wieso muss er jetzt schon perfekt sein? Wer sagt denn, dass man mit dem ersten Satz beginnen muss? Wozu gibt es die Segnungen moderner Textverarbeitung? Jederzeit umstellen, löschen, hinzufügen oder ändern – warum nutze ich das nicht aus?

Seitdem ich mir diese Fragen gestellt habe, ist es mir gelungen, meine Arbeitsweise umzustellen. Ich habe meinen persönlichen Weg gegen solche Schreibblockaden gefunden.

Wenn ich heute eine Idee habe, wie der Artikel enden soll, dann fange ich eben damit an. Habe ich nur einen roten Faden, dann halte ich ihn in Stichworten fest, um dieses Gerüst dann mit Leben zu erfüllen. Jeder Beitrag ist anders, doch das Prinzip ist ähnlich:

Faktor Zeit: In drei Schritten zum guten Schreibergebnis

Immer wieder lese oder höre ich, dass Zeitdruck und heranrückende Deadlines manchem auf die Sprünge helfen, Schreibblockaden zu überwinden. Bei mir ist es eher das Gegenteil. Sofern es der Auftrag zulässt, nehme ich mir Zeit.

Für jeden neuen Beitrag erstelle ich ein entsprechendes Text-Dokument mit der Auftragsbeschreibung und lege es unter dem Fälligkeitsdatum ab. Bei einigen Themen fallen mir auf Anhieb verschiedene Stichpunkte ein, zumal vielfach ein intensives Kundengespräch vorausging in dessen Ergebnis verschiedene Aspekte bereits beleuchtet wurden. Diese Gedanken schreibe ich zusammenhangslos in das Dokument.

Damit ist schon die erste Blockade gelöst, denn wenn ich mich dann an die eigentliche Arbeit mache, starrt mich kein leeres Blatt an. Ich habe zumindest schon ein paar Stichpunkte für die Recherche oder ein grobes Textgerüst für die Gliederung. Während der Recherche lassen sich die Anfangsgedanken sowie die grobe Gliederung präzisieren oder verwerfen.

Ohne Punkt und Komma…purzeln die Gedanken

Nun kommt der wesentliche Teil der Arbeit. Ich schreibe alles, was mir jetzt zum Thema einfällt, nieder. Nichts ist falsch und jeder Gedanke willkommen. Am besten geht dies sogar im Selbstgespräch und ohne Punkt und Komma. 10 bis 15 Minuten sollten es schon sein. Anschließend werden die Gedanken sortiert und in einen logischen Zusammenhang gebracht.

Erst jetzt geht es an die Feinarbeit. Nun erst macht es Sinn, an den Sätzen zu feilen und alles in eine korrekte Form zu bringen.

Das Finale…

Lässt es die Zeit zu, verlege ich diesen Feinschliff gern auf den nächsten Morgen, denn dann geht dies oft nahezu von selbst. Meist findet sich der eine oder andere Aspekt, der am Tag zuvor noch gar nicht beleuchtet wurde. Auch dies lässt sich mit frischem, klaren Kopf spielend erledigen.

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