B2B eCommerce: der Kuchen ist noch nicht verteilt

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Der B2B eCommerce gilt als der Wachstumsmarkt der nächsten Jahre. Im Marktsegment Online Großhandel steckt jede Menge Potenzial, so dass viele Experten bereits von einer wahren Goldgräberstimmung sprechen. Allein 2012 belief sich der Wert der Waren, die in Deutschland auf digitalem Wege zwischen den Unternehmen gehandelt wurden auf insgesamt 870 Milliarden Euro. Im Vergleich zum B2C eCommerce, in dem zurzeit rund 35 Milliarden umgesetzt werden, ist dies das Fünfundzwanzigfache Umsatzvolumen.

Was unterscheidet B2C von B2B eCommerce

Die Unterscheidung der beiden Handelsarten scheint auf den ersten Blick klar zu sein. Beim B2C Handel bestellt der Verbraucher seine gewünschten Produkte über eine digitale Schnittstelle direkt im Online Shop des Händlers. Dabei klickt sich der Kunde durch das Angebot des Händlers, füllt seinen Warenkorb, entscheidet selbst, ob ihm der Angebotspreis zusagt und schließt seine Transaktion mit dem digitalen Checkout ab.

Im B2B Bereich ist dies anders, hier werden noch große Teile des Einkaufs über automatische Beschaffungsprozesse via EDI oder ERP-Systeme bzw. über Katalogbestellungen zwischen Unternehmen realisiert. Mehr als 830 Milliarden Euro der 870 Milliarden entfallen auf diese Art des Einkaufs. Nur ein Bruchteil wird bisher über den Online Großhandel via Internet realisiert.

Nach einhelliger Meinung der Experten wird hier in naher Zukunft eine zunehmende Verdrängung der klassischen Großhandelsprozesse durch digitale Modelle stattfinden.

B2B eCommerce die Marktaufteilung steht bevor

Dieses Potenzial wollen sich die Großen der Branche nicht entgehen lassen, denn während im B2C eCommerce die Reviere weitgehend abgesteckt sind, steht im B2B eCommerce die Verteilung des Kuchens erst noch bevor.

Man muss kein Prophet sein, um zu sagen, dass sich der B2B eCommerce ähnlich entwickeln wird, wie es auch im B2C-Commerce ablief und noch abläuft. In den jeweiligen Branchen wird es jeweils eine Handvoll breit aufgestellter Marktführer geben, die den größten Teil der Umsätze generieren. Daneben werden einige kleinere Anbieter ihre Nischen erfolgreich finden.
Da jeder Einkäufer eines Unternehmens in seinem Privatleben auch B2C-Kunde ist, erwartet er denselben Service und Komfort, wie er im B2C Bereich bereits geboten wird, weshalb die Messlatte der Anforderungen an einen Großhandelsmarktplatz recht hoch liegt.

Amazon und Co. stehen in den Startlöchern

Wer sich allerdings auf diesem Sektor etablieren will, der sollte sich sputen, denn die „üblichen Verdächtigen“ – in erster Linie natürlich Amazon haben bereits ihren Fuß in der Tür.

Screenshot: amazonsupply.com

Screenshot: Startseite Amazonsupply.com

Mit der Großhandelsplattform Amazon Supply hat der weltgrößte Online Händler bereits vor zwei Jahren nahezu unbemerkt begonnen, eine Großhandelsplattform zu schaffen. Hier können Geschäftskunden bereits mehr als 1,25 Millionen Produkte wie Sanitär-, Büro- oder Handwerkerbedarf beziehen. Einer B2B ecommerce Studie des US-amerikanischen Marktforschungsinstitutes Forrester zufolge haben bereits mehr als 50% der amerikanischen Einkäufer bereits bei AmazonSupply bestellt. Darüber hinaus laufen verschiedene andere Projekte momentan noch in kleinem Rahmen im B2C-Bereich, mit denen auch Erfahrungen für den B2B-Bereich gesammelt werden. Dazu gehören beispielsweise die Lieferung frischer Lebensmitteln mit AmazonFresh, der immer engmaschigere Ausbau des Logistik-Systems sowie die regionale Einführung von Same Day Delivery-Lösungen.

All dies deutet unverkennbar darauf hin, dass Amazon auch im B2B-Bereich auf dem besten Weg zur Marktführerschaft ist. Es ist also höchste Zeit, dass sich diejenigen, die etwas vom Kuchen abhaben wollen, recht bald auf dem Markt positionieren und möglichst schnell wachsen.

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